Strafverteidiger Leipzig
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Strafrecht und Strafverteidigung

 

Wider die Allmacht des Staates
 
Ein Plädoyer für die Strafverteidigung
 
 
„Wie kannst du den bloß verteidigen“?
 
Häufig stellt der unbefangene Bürger dem Strafverteidiger die Frage: „Wie kannst du den bloß verteidigen?“. Nun, wer das fragt, hatte sicherlich noch nie etwas mit der Strafjustiz zu tun. Noch nicht, möchte man sagen, denn die Dunkelziffer der Falschurteile ist höher als ein Laie es sich vorzustellen vermag, von der Zahl falscher Anschuldigungen ganz zu schweigen. Kommt man aber in diese unangenehme Situation, unschuldig – oder auch nicht ganz unschuldig - verfolgt zu werden, lernt man den Wert einer professionellen und engagierten Strafverteidigung schnell schätzen.
 
Die Strafgewalt ist der massivste und schwerwiegendste Eingriff des Staates in die Freiheit des Bürgers. So unglaublich es klingen mag, auch ein rechtschaffender Bürger kann damit jederzeit in Berührung kommen. Wer ein Auto fährt, weiß, dass selbst ein kurzes Versagen gravierende Konsequenzen haben kann. Ein kleiner Fehler, eine Nachlässigkeit und schon läuft ein Ermittlungsverfahren, sei es wegen fahrlässigen Totschlags, sei es „nur“ wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, ist man Objekt des staatlichen Eingriffs, findet sich unter Umständen gar in Untersuchungshaft wieder, mit all den manchmal existenzgefährdenden Folgen.
 
Doch auch außerhalb des Straßenverkehrs kann man jederzeit - auch vollkommen unschuldig - mit der Strafgewalt konfrontiert werden. Eine verleumderische Falschanzeige, ein falscher Verdacht der Ermittlungsbehörden, eine eigensinnige rechtliche Würdigung des Staatsanwalts – schon mahlen die Mühlen der Justiz und sie sind– ein Mal in Gang gebracht –darauf programmiert, den Betroffenen zu zermalmen. Wer darauf vertraut, die Polizei, die Staatsanwaltschaft, allerspätestens das Gericht werden schon von sich aus herausfinden, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, hat schon verloren. Der Grundsatz „in dubio pro reo“ (im Zweifel für den Angeklagten) zählt in deutschen Gerichtsälen kaum was, geglaubt wird mit großer Vorliebe den Opfern (ob echten oder – häufiger als man denkt – auch vermeintlichen) und Polizei und Staatsanwaltschaft setzen alles daran, die Schuld des Betroffen zu beweisen, von der sie vom ersten Augenblick an fest überzeugt sind. Auch wenn es auf dem (Gesetzes-) Papier anders steht, so sind die (wenn auch Gott sei dank nicht immer) die Realitäten des Lebens.
 
Doch auch wenn man sich tatsächlich etwas hat zu Schulden kommen lassen, benötigt man Beistand. Denn kein Fall ist wie der andere. Und wer – außer Gott, falls man an ihn glaubt – vermag schon ein gerechtes Strafmaß zu finden? Auch wenn man schuldig ist, braucht man jemanden, der die Stimme für einen erhebt und im Disput mit der Staatsanwaltschaft dem Gericht hilft, eine Strafe zu finden, die wenigstens den irdischen Maßstäben der Gerechtigkeit so nahe wie möglich kommt.
 
 
 
Die Kunst des Strafverteidigers
 
Was ist nun die Kunst des Strafverteidigers? Wie definiert sich sein Erfolg?
 
Sicherlich freut es den Verteidiger am meisten, wenn ein ausgefeiltes Lügenkonstrukt durch sein Handeln in der Hauptverhandlung in sich zusammenbricht, wenn Belastungszeugen unter dem Druck seiner Fragen zusammenknicken und (auch das kommt vor) zugeben, im Ermittlungsverfahren gelogen zu haben. Darauf arbeiten wir in geeigneten Fällen mit aller Macht hin, doch - seien wir ehrlich – dies ist nicht das tägliche Bild in unseren Gerichten, ganz zu schweigen davon, dass nicht jeder Fall sich zu Auftritten a la Matlock eignet. Noch schöner – und noch seltener – ist es, wenn es gelingt, den BGH mit guten rechtlichen Argumenten zur Aufhebung eines Urteils zu bewegen, zu erreichen, dass die Strafgewalt ein Stück zurückweicht und eingesteht, dass die konkrete Tat eben nicht der Strafbarkeit unterliegt. All das muss ein Strafverteidiger können, er muss fundierte rechtliche Kenntnisse und eine starke Persönlichkeit vorweisen, in jeder Hinsicht auf gleicher Augenhöhe mit dem Staatsanwalt und dem Gericht stehen.
 
Doch die wahre Kunst des Verteidigers besteht darin, die Sach- und Rechtslage zutreffend und realistisch einschätzen und seinem Mandanten ehrlich und unumwunden sagen zu können, was ihn erwartet – jeweils im schlimmsten und im besten Fall. Das kann ein Freispruch sein (sagen wir, in jedem vierten Fall), viel häufiger wird es jedoch darum gehen, die Folgen so gering wie möglich zu halten, eine Geldstrafe statt einer von der Staatsanwaltschaft gewünschten Freiheitsstrafe, eine Aussetzung zur Bewährung, ein mildes Urteil zu erreichen. Dann gilt es eine Strategie auszuarbeiten, wie man dem selbstgesetzten – realistischen – Ziel am besten nahe kommt. Und dann gilt es, sein gesamten taktisches Geschick, sein Können, sein Wissen für die Erreichung dieses Ziels einzusetzen.
 
Das tägliche Brot des Strafverteidigers sind Einstellungen, gerade im Verkehrsstrafrecht endet ein Verfahren häufig damit, hier braucht der Verteidiger Verhandlungsgeschick und einen halbwegs guten Ruf bei Gericht und Staatsanwaltschaft 

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Wichtige Tipps für jedermann]

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