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Außergerichtliche Schuldenbereinigung und Verbraucherinsolvenz - wie funktioniert das?

Was Sie über die außergerichtliche Schuldenbereinigung und Privatinsolvenzen wissen sollten


Immer mehr Menschen in Deutschland sind von Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit betroffen. Grund ist in erster Linie die schwierige Konjunkturlage und der Abwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt. Aber auch die oftmals leichtfertige Vergabe von Krediten trägt dazu bei, dass aus dem abstrakten Wort „Insolvenz“ für Millionen Deutsche eine leidvolle persönliche Erfahrung geworden ist.

Die Folgen sind gravierend. Zuerst wird das Geld auf dem Konto knapp, das Guthaben schmilzt immer weiter, die verfügbaren Kreditrahmen werden ausgeschöpft. In Hoffnung auf eine baldige Besserung der persönlichen Einkommenssituation wird in dieser Situation äußerst selten frühzeitig reagiert. Man versucht, die Gläubiger halbwegs zu befriedigen, schränkt sich in der Lebensführung ein, schiebt fällige Zahlungen auf. Doch irgendwann ist das Guthaben auf dem Konto verbraucht. Jetzt können laufende Zahlungen für Miete, Strom, Versicherungen nicht mehr aufgebracht werden. Zu allem Überfluss werden nun auch die Gläubiger aktiv: Mahnbescheide, Vollstreckungsbescheide, Pfändungen und irgendwann steht der Gerichtsvollzieher auch vor der Tür...

Konto gepfändet? Was können Sie tun?

 

Doch es gibt einen Ausweg!

 

In der oben geschilderten Situation wäre der Gang zum Kreditvermittler mit Sicherheit der falsche Weg. Das Gebot der Stunde heißt nicht, sich weiter zu verschulden, sondern vielmehr die drückende Schuldenlast abzubauen. Dazu sieht das deutsche Insolvenzrecht zwei Möglichkeiten vor:

1. Man einigt sich mit den Gläubigern im Wege eines außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuchs. Dieses außergerichtliche Verfahren ist vom deutschen Gesetzgeber für Verbraucherinsolvenzen zwingend vorgeschrieben. Etwa 20 bis 30 % aller außergerichtlichen Verhandlungen führen auch zum Erfolg. Ziel ist es, die monatliche Gesamtbelastung für den Schuldner auf ein erträgliches Niveau zu senken. Die Ergebnisse der Verhandlungen werden in einer Vereinbarung zwischen dem Schuldner und allen Gläubigern festgehalten, in der die Gläubiger dem Schuldner nach sechs Jahren Restschuldbefreiung erteilen. 

Nach 6 Jahren ist man also frei von allen Altschulden - denen, die man abgezahlt hat und denen, die noch offen sind.  Und während der 6 Jahre ist man vor weiteren Vollstreckungshandlungen der Altgläubiger geschützt, die Gläubiger verpflichten sich, keine Vollstreckungshandlungen zu unternehmen, solange Sie Ihren Teil der Absprache erfüllen, also monatlich zahlen oder den zugesagten Einmalbetrag geleistet haben.

Der Erfolg der Verhandlungen hängt ganz entscheidend von der Wahl der richtigen Taktik und der Vorlage eines schlüssigen Angebots ab. Es sollte nicht zu viel angeboten werden, aber auch nicht zu wenig, damit die Gläubiger die Verhandlungen nicht im frühen Stadium abbrechen.

Unsere professionellen Schuldenberater verfügen über jahrelange Erfahrungen in der Verhandlungsführung mit Gläubigern. Zudem verfügen Sie aus Ihrer Erfahrung heraus über Insiderwissen. Sie wissen also von vornherein, was bestimmte Gläubiger, etwa Banken mitmachen und was nicht.


Eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt ist nicht zwingend, empfiehlt sich aber. Sollten die Verhandlungen nämlich scheitern, muss dem Gericht eine von einem Rechtsanwalt unterschriebene Bescheinigung über die Durchführung des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuchs vorgelegt werden. Außerdem kann ein Rechtsanwalt Sie umfassend in allen Fragen rund um die Verbraucherinsolvenz beraten und kurzfristig eingreifen, wenn rechtliche Probleme etwa durch Pfändungen auftreten. Schließlich ist die Wirkung eines Schreibens auf einem anwaltlichen Briefkopf nicht zu unterschätzen.
 

Daher arbeiten wir im Team: Der Schuldenberater erstellt auf der Grundlage einer detaillierten Analyse Ihrer Schuldenbelastung und der persönlichen Einkommens- und Vermögenslage einen wirtschaftlich tragfähigen Zahlungsplan. Der Rechtsanwalt prüft die rechtliche Tragfähigkeit, sichert den Plan gegen rechtliche Risiken ab und vertritt Sie nach außen.

 

2. Sollte der außergerichtliche Schuldenbereinigungsversuch scheitern, bleibt der Weg ins gerichtliche Insolvenzverfahren. Hier ist nicht ausgeschlossen, dass das Gericht den zuvor schon den Gläubigern angebotenen Schuldenbereinigungsplan annimmt und die fehlende Zustimmung der Gläubiger durch Beschluss ersetzt. In der Regel wird hier aber ein Nullplan angeboten, wenn die monatlichen Einkünfte unter der Pfändungsgrenze liegen.

 Ist mein Einkommen pfändbar?

 Das pfändbare Einkommen, also den Teil der Einkünfte, der über der Pfändungsgrenze liegt, muss der Schuldner zur Verteilung unter den Gläubigern abtreten. Das gilt auch für das künftig pfändbare Einkommen.

 
Nach sechs Jahren ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Gericht, der sog.  Wohlverhaltensphase erlangt der Schuldner Restschuldbefreiung. Das bedeutet: Er ist von allen alten Verbindlichkeiten befreit. Während dieser Zeit muss der Schuldner sich mit dem nicht pfändbaren Einkommen begnügen, was sicherlich eine Einschränkung in der Lebensführung zur Folge hat. Die Pfändungsgrenzen sind jedoch so ausgelegt, dass die Existenz des Schuldners und die Bedienung laufender Zahlungsverpflichtungen (Miete, Versicherungen usw.) auf jeden Fall gesichert ist. 

 

 

Was kostet das?

Für diejenigen Schuldner, deren monatliches Einkommen auf dem Niveau des ALG II liegt, besteht die Möglichkeit,  sich im Rahmen der Beratungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz kostenfrei (bzw. gegen eine geringe Gebühr von 10,00 €) beraten und außergerichtlich vertreten zu lassen. Dies gilt außer für Arbeitslose auch für Rechtssuchende mit niedrigem Einkommen oder hohen laufenden Aufwendungen (z.B. Unterhaltspflichten, Miete, Ratenzahlungen auf Schulden usw.). Damit der Anwalt für Sie auf Grundlage der Beratungshilfe kostenlos tätig wird, müssen Sie bei Ihrem örtlichen Amtsgericht einen sogenannten Beratungshilfeschein beantragen und dem Anwalt vorlegen.

Das Formular des Antrags auf Bewilligung der Beratungshilfe können Sie hier herunterladen:

Antrag auf Beratungshilfe herunterladen


Lesen Sie auch das Merkblatt zum Beratungshilfeantrag.


Falls Sie aufgrund Ihrer Einkommensverhältnisse keine Beratungshilfe in Anspruch nehmen können, gilt für Sie Folgendes:


Wie auch sonst, bestimmen sich die Gebühren des Rechtsanwalts nach dem Wert des Streitgegenstandes. Aus dem Wert des Gegenstandes können auf der Grundlage der RVG-Tabelle die Gebühren bestimmt werden.
 

RVG-Tabelle ansehen 


Wir wenden üblicherweise die
hier festgehaltenen Gebührensätze an. 


Wir bieten unseren Mandanten die Möglichkeit an, die Gebühren in vertretbaren Raten zu bezahlen. 

Die gerichtlichen Kosten des Insolvenzverfahren werden in der Regel gestundet. Das gilt auch für die Kosten des Insolvenzverwalters.

 

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